Allianz Lebensversicherung:
„Ein Lebensversicherungs-Vertrag läuft oft 40 Jahre und länger. Während dieser Zeit regieren zwischen 5 und 10 Präsidenten in den USA. Das aktuelle Wahlergebnis mag kurzfristig zu Irritationen an den Kapitalmärkten führen, aber diese sind für die langfristig ausgerichtete Kapitalanlage der Lebensversicherer nicht entscheidend. Die Kapitalmärkte werden nun freilich das Wahlergebnis einpreisen und reagieren aktuell wegen des für viele überraschenden Wahlergebnisses nervös. Bei einer Lebensversicherung, die 20, 30 oder mehr Jahre läuft, wirkt sich dieses Marktereignis nur sehr gering aus. Denken Sie an die Brexit-Entscheidung Mitte des Jahres. Auch hier wurde teils der Zusammenbruch der Märkte prognostiziert. Für die Allianz und für ihre Kunden besteht deshalb damals wie heute kein Anlass, die Anlagestrategie jetzt kurzfristig zu ändern.“
Dennis Just, Gründer und Geschäftsführer von Knip:
„Für investitionsintensive Technologieunternehmen wie Knip sind das politische und wirtschaftliche Umfeld sowie die binnenmarktspezifischen Rahmenbedingungen erfolgskritische Faktoren. Bereits mit der Kandidatur von Donald Trump haben wir unsere Aktivitäten in den USA mit reduziertem Tempo betrieben, da wir die Entwicklung auf dem US-Markt kritisch gesehen haben. Nun haben wir uns schweren Herzens entschlossen, unser Engagement auf dem amerikanischen Markt zu beenden.“
Frerk Frommholz, Finanzberatung Frommholz und Initiator von Finanzkun.de:
„Die Ankündigungen Trumps sind vollmundig und klar – Schwarz oder Weiß und das nicht nur im rassistischen Sinne. Aber ob eine solch propagandistische Kampagne mit der Realität des Regierens mithalten kann, wir werden es erleben. Meine Einstellung zu den USA kann das kaum noch schmälern. Die Realität der vergangenen Jahre war bereits genauso. Anlagetechnisch gilt es die Augen offen zu halten. Für konkrete Empfehlungen fehlt mir allerdings die Glaskugel mit dem Wissen über die Zukunft.“
Stefan Kreuzkamp, Investmentchef der Deutschen Asset Management:
„Der Sieg von Donald Trump hat die Märkte sicherlich auf dem falschen Fuß erwischt, wie auch die ersten Marktreaktionen zeigen. Wir erwarten, dass uns die Marktvolatilität aufgrund der gestiegenen politischen Unsicherheit zunächst erhalten bleiben dürfte. Die Unberechenbarkeit Trumps und seine politische Unerfahrenheit sind Grund genug, die kommenden Monate etwas vorsichtiger anzugehen. Die Berichterstattung dürfte negativ dominiert bleiben. Würde er nur die Hälfte seiner markigen Versprechungen aus dem Wahlkampf einlösen, dürfte dies bereits für viel Unruhe sorgen. Allerdings glauben wir, dass die Anleger auch nicht die Nerven verlieren sollten. Vergessen wir nicht, dass es die große Konstante in Trumps Wahlkampf war, das Publikum immer wieder zu überraschen. Gut möglich, dass er nach der Wahl aus Marktsicht auch mal positiv überraschen könnte.“
Institut der Deutschen Wirtschaft:
„Die Folgen sind kaum einzuschätzen. Denn wenn die nächste tiefe Rezession die USA einholt, dürfte das weltweit Folgen haben. Die US-Wirtschaft könnte zwar von Trumps geplanten Steuererleichterungen profitieren – wenn sie sich finanzieren lassen. Mit einer Staatsverschuldung, die bereits jetzt bei weitem die jährliche Wirtschaftsleistung des Landes übersteigt, können es sich die USA kaum leisten, Milliarden in Steuersenkungen zu investieren. Trumps Wahlsieg ist ein Warnsignal – ein Warnsignal für einen Wandel der Werte und Ideale, ein Warnsignal für die Verbreitung von Antiglobalisierungstendenzen, ein Warnsignal dafür, dass neue unkonventionelle Ideen gesucht werden. Die Zitterpartie ist nicht zu Ende – sie fängt erst an.“
Volker Hildebrand, Vermögenswerkstatt:
„Diese Wahl erscheint mir irgendwie ein ‚Warnsignal‘ für Etablierte zu sein,! Das Ergebnis in den USA zeigt einmal mehr, dass man sich immer an den Bedürfnissen derjenigen ausrichten sollte, die man eigentlich vertritt. Das gilt in der Politik genauso wie in der Finanzberatung. Was jetzt tun? Es ist die optimale Zeit für ein Rebalancing des Vermögens und gegebenenfalls nachzukaufen, Das lohnt sich langfristig immer.“
Dominic Rossi, Globaler Investmentchef für Aktien bei Fidelity:
„Wir bewegen uns in eine Welt von beispiellosem politischen Risiko, das die Säulen der Weltordnung nach dem Zweiten Weltkrieg in Frage stellt. Da wundert es nicht, dass Investoren in Deckung gehen. Das derzeitige Gefühl der Fassungslosigkeit über die Verschiebung der amerikanischen Politik nach rechts muss später einer nüchternen Risikobewertung weichen. Die unmittelbaren Auswirkungen des Trump-Siegs wird die US-Notenbank Federal Reserve spüren. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember, gefolgt von zwei weiteren Zinssteigerungen 2017, ist nun stark gesunken. Der Dollar, der in der Erwartung einer Zinserhöhung höher stand, ist gefallen. Beide Entwicklungen waren Bedrohungen für den Bullenmarkt, und diese sind jetzt verschoben worden. Die Geldpolitik wird akkomodativ bleiben. Die republikanische Kontrolle beider Häuser bietet die Möglichkeit, die politischen Blockaden der in der amerikanischen Innenpolitik in den vergangenen Jahren zu durchbrechen. Es wird starke Bestrebungen geben, viele Initiativen Obamas zurückzufahren, vor allem Obamacare.“
Christoph Schließke, Portfoliomanager GSAM + Spee:
„Von einem Präsidenten Obama hat man ganz viel erwartet und kaum etwas bekommen, von einem Präsidenten Trump erwartet man nichts und ist geschockt, hier könnte man positiv überrascht werden. Da die Republikaner die Mehrheit in den Parlamenten behalten, dürfte die Blockadehaltung ein Ende haben und endlich wieder Entscheidungen gefällt werden. Politische Börsen haben in der Regel kurze Beine, daher raten wir unseren Kunden, investiert zu bleiben und die kurzfristigen Schwankungen zu ignorieren.“
Clyde Rossouw, Portfoliomanager des Investec GSF Quality Equity Income Fund:
„Wir nehmen das Wahlergebnis zur Kenntnis, messen ihm aber nicht allzu große Aufmerksamkeit bei. Wir investieren in Qualitätsunternehmen wie zum Beispiel Procter & Gamble und Johnson & Johnson. Procter & Gamble hat 37 US-Präsidenten seit Firmengründung erlebt, Johnson & Johnson 23.”
Thomas Vollkommer, Berliner Vermögenskontor:
„Der Sieg des ‚Schmutzfinks‘ Trump wird bereits morgen die Börsen nicht mehr interessieren. Schon gar nicht die multinationalen Konzerne mit Sitz in USA und Europa, die ihre Gewinne weltweit erzielen. Unsere Devise für die Altersvorsorge unserer Mandanten lautet: ‚Antizyklisch und breitgestreut kaufen, gerade wenn die Kanonen donnern‘.“
Reiner Braun, Braun Finanzberatung:
„Der neue US-Präsident Trump wird sich als Chamäleon entpuppen, da seine derben Wahlreden nur auf Stimmenfang ausgerichtet waren. In der Weltpolitik werden wohl moderatere Töne die Gespräche bestimmen. Trump hat das Gefühl von Leuten getroffen, die glauben, sie seien zu kurz gekommen. Trotzdem wird das an den Börsen eher kurzfristige Auswirkungen haben. Wir bleiben bei unserer langfristig ausgerichteten Anlagestrategie, bestenfalls erhöhen wir an schwachen Tagen unsere Aktienquote.“
Otto Regnat, Geprüfter Finanzanlagenfachmann IHK:
„Dynamik und Kreativität der amerikanischen Wirtschaft sind auch nach der Wahl um keinen Flügelschlag lahmer geworden. Auch Deutschland wird von diesem Unternehmensgeist profitieren. Eigeninitiative ist Trumpf bei der Altersvorsorge: Aktien aus den Industriestaaten – mit Schwerpunkt USA – und Sachwerte stechen langfristig Sparbücher und Anleihen. Unabhängige Finanzberater empfehlen dabei das Cappuccino-Modell: die gesetzliche Rente (als Milch), die betriebliche Zusatzversorgung (als Kaffee), die private Vorsorge (als Sahnehäubchen).“
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