Viele haben Pläne und Träume für ihren Ruhestand. Wenn es aber um die finanzielle Planung geht, ist man schnell überfordert. Professionelle Ruhestandsplanung wird aufgrund steigender Lebenserwartung immer wichtiger.
Um sorgenfrei in den Ruhestand zu blicken, braucht es professionelle Ruhestandsplanung. Damit Ihre Kundinnen und Kunden ihr bestes Leben leben können.
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Theo Westarp zeigt im Video, wie man dank guter Beratung und kluger Ruhestandsplanung mehr finanziellen Spielraum für die schönen Dinge hat.
23,5 Prozent der Menschen in Deutschland haben die feste Absicht, vor dem gesetzlichen Rentenalter den Ruhestand anzutreten. Hinzu kommen weitere 35,1 Prozent, die sich einen vorgezogenen Renteneintritt zumindest vorstellen können. Damit sind 58,6 Prozent der Menschen hierzulande potenzielle Frührentnerinnen und Frührentner.
Das ist ein Ergebnis einer Sonderbefragung des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) unter 1.438 Menschen zwischen 18 und 65 Jahren. „Dass sich viele Menschen mit einem vorzeitigen Ruhestand beschäftigen, überrascht nicht. Doch die reale Entwicklung zeigt das Gegenteil: Das Renteneintrittsalter wurde in den letzten Jahren schrittweise angehoben. Und auch perspektivisch müssen im gesetzlichen Rentensystem immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner aufkommen. Deshalb müssen jüngere Erwerbstätige sogar damit rechnen, dass ihr Renteneintrittsalter von aktuell 67 Jahren noch weiter nach oben gesetzt wird“, ordnet Michael Heuser, Wissenschaftlicher Direktor des DIVA, die Ergebnisse ein.
Ein frühzeitiger Ruhestand muss auch finanziell drin sein. Welche Strategien haben sich die Befragten hier überlegt? 26,1 Prozent sichern sich mit zusätzlichen Rentenzahlungen ab, beispielsweise aus einer Riester- oder Rürup-Rente. Weitere 26,2 Prozent planen die Finanzierung mit Vermögensanlagen wie etwa vermieteten Immobilien oder Aktienfonds. 28,6 Prozent besitzen eine selbstgenutzte Immobilie und rechnen mit den gesparten Mietausgaben. Und 30,8 Prozent wollen für die vorzeitige Rente zudem Einschränkungen bei den Ausgaben in Kauf nehmen.
„Allein aufgrund der geburtenstarken Jahrgänge ist selbst ein Renteneintritt mit 67 Jahren nicht mehr haltbar, wenn der Steuerzuschuss und mit ihm die Staatsschulden nicht ausufern sollen. Das alles steht natürlich im krassen Widerspruch zum Wunsch der meisten, schon früher in Rente zu gehen. Es wird deshalb nicht ohne private Altersvorsorge gehen“, sagt Helge Lach, Vorstand des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater (BDV). Er fordert auch mehr Impulse aus der Politik: „Wir brauchen endlich wieder Initiativen zur Stärkung der privaten Vorsorge, zum Beispiel durch eine schnelle, beherzte Reform der Riester-Rente oder durch steuerliche Vorteile beim langfristigen Aktiensparen.“
Ein gutes Viertel der Befragten will mindestens bis zum gesetzlichen Rentenalter berufstätig bleiben. Bei knapp 80 Prozent der Fälle spielen finanzielle Gründe eine Rolle. Fast die Hälfte dieser Gruppe hat allerdings auch schlicht Spaß am Arbeiten.

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