22,7 Tage – so lange waren Versicherte der Barmer im vergangenen Jahr durchschnittlich krankgeschrieben. Das sind fast 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor als die Zahl der Fehltage noch bei 17,5 lag. Das geht aus aktuellen Analysen für den Gesundheitsreport 2023 der Krankenkasse hervor.
Der Krankenstand lag damit im vergangenen Jahr bei 6,22 Prozent. Im Jahr zuvor waren es 4,79 Prozent gewesen. „Für den deutlichen Anstieg der Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2022 kommt vor allem eine Ursache in Betracht. In der Arbeitswelt haben sich die Kontakte nach der Corona-Pandemie normalisiert, wodurch insbesondere Atemwegsinfekte stark anstiegen“, sagt Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.
Am häufigsten verursachten Infekte der Atemwege, Depressionen und Rückenschmerzen die Fehlzeiten. Insgesamt waren deutlich mehr Barmer-Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld arbeitsunfähig. Waren im Jahr 2021 mit 48,8 Prozent nur weniger als die Hälfte aller Beschäftigten arbeitsunfähig gemeldet, lag die Quote im Jahr 2022 bei 71,3 Prozent, also bei mehr als zwei Dritteln.
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