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Drei Optionen will Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Selbstständigen zur Auswahl geben, mit denen sie künftig ihre verpflichtende Altersvorsorge aufbauen können – nur drei, wie der Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) findet.
Dass Selbständige, die keinen Zugang zu einem Versorgungswerk haben, nach Heils bisherigen Plänen entweder in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen oder sich für eine Rürup-Rente entscheiden müssten, hält der Verband für falsch. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin „Capital“. So seien beide Systeme „nicht frei von Fehlern“.
„Gerade für Selbstständige mit niedrigem Einkommen, die nicht von den verbundenen Steuervorteilen profitieren, kann die Rürup-Rente ein schlechtes Geschäft sein“, zitiert Capital den Verband. Das Produkt lohne sich in der Regel nur für Gutverdiener mit hohem Steuersatz, heißt es.
Die gesetzliche Rente wiederum habe den Nachteil, dass es für die heutigen Beitragszahler „völlig ungewiss“ sei, was sie im Alter als Rente erhalten. Durch den demographischen Wandel stehe das System vor einer „Zerreißprobe“. Denn: „Künftig werden immer weniger Erwerbstätige immer mehr Rentner finanzieren müssen.“
Gründer-Verband warnt vor Panikmache
Wie Capital weiter berichtet, warnt der Gründer-Verband zudem vor unnötiger Panikmache. „Das Gros der Selbstständigen sei gut fürs Alter abgesichert – und zwar auch dann, wenn sie nicht in die gesetzliche Rente einzahlen“, heißt es in dem Beitrag. So haben laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) von 2016 mehr als die Hälfte aller Selbstständigen, die nicht freiwillig gesetzlich versichert sind, eine Kapitallebensversicherung oder eine private Rentenversicherung abgeschlossen.
Oft sei auch großes Vermögen vorhanden: Von den Personen, die nicht freiwillig gesetzlich versichert seien, verfügten laut DIW knapp zwei Drittel über Immobilien-, Geld oder Anlagevermögen von mindestens 100.000 Euro – etwa 40 Prozent sogar über ein Vermögen von mindestens 250.000 Euro, so Capital.
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