Ganz schön brav

Ombudsmann hat weniger Streitfälle

Der Versicherungsombudsmann hatte im vergangenen Jahr weniger Arbeit als 2011. Exakt 17.263 Beschwerden von Versicherten gingen bei ihm ein und damit 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein Drittel der Eingaben fiel bei der zentralen Anlaufstelle als unzulässig durch den Rost. Der zahlenmäßig größte Unmut schlug den Anbietern von Lebens- und Rentenpolicen entgegen, am zufriedensten scheinen die Kunden mit ihren Berufsunfähigkeitspolicen.

Während die Ergebnisse in allen anderen Sparten zurückgingen, sah sich das Team um Ombudsmann Günter Hirsch, den ehemaligen Präsidenten des Bundesgerichtshofes, nur in der Kfz-Haftpflicht mit steigendem Kundenärger (plus 2,9 Prozent) konfrontiert. Hingegen bereitet ihm die Arbeit der Vermittler immer weniger Kummer. Daran nahmen nur 396 Kunden Anstoß, 2011 waren es noch 449. Nie zuvor seit 2007, als der Versicherungsombudsmann auch für Vermittler zuständig wurde, hatte er derart wenig Ärger mit ihnen.

Zulässige Unternehmensbeschwerden im Vergleich zum Vorjahr *

2012
2011

Veränderung in Prozent

Leben/Rente

3.818
4.006

-4,7

Rechtsschutz

2.019
2.021

-0,1

Kfz-Haftpflicht

877
852

2,9

Kfz-Kasko

511
541

-5,5

Gebäude

950
1.093

-13,1

Unfall

846
932

-9,2

Hausrat

700
743

-5,8

Allgemeine Haftpflicht

566
654

-13,5

Berufsunfähigkeit

427
496

-13,9

Sonstige *

902
921

-2,1

Gesamt

11.616
12.259

-5,2

Zulässige Vermittlerbeschwerden nach Sparten **

2012
2011
2010
2009
2008

Leben/Rente

46,9
53,9
46,5
50,0
32,1

Rechtsschutz

7,5
4,9
6,5
3,7
4,9

Kfz-Haftpflicht

12,8
14,7
7,1
9,0
10,1

Kfz-Kasko

1,0
1,4
3,2
6,8
2,8

Gebäude

1,0
2,1
1,9
2,1
0,4

Unfall

3,2
0,7
1,9
0,5
7,3

Hausrat

3,2
0,7
1,3
1,1
2,0

Allgemeine Haftpflicht

1,0
4,2
1,9
1,6
3,2

Berufsunfähigkeit

6,4
5,5
3,9
2,6
1,2

Sonstige *

17,0
11,9
25,8
22,6
36,0

* Quelle: Jahresbericht 2012, Versicherungsombudsmann e.V.

** Sparten mit gerinem Beschwerdeaufkommen und Eingaben, die mehrere Sparten betreffen

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